Solaranlage in Deutschland effizient?

15
Feb

Ist eine Solaranlage in unseren Breitengraden effizient? Der Artikel soll dies etwas genauer beleuchten.

Umwelttechnisch lohnenswert

Die Photovoltaikanlage ist umwelttechnisch sehr lohnenswert, da der Strom der Sonne ganz im Gegensatz zu fokussilen Energieträgern unbegrenzt verfügbar ist. Durch die Verwendung von Solaranlagen ist die Immobilie beim Verkauf mehr wert.

Sichere Einnahmequelle

Sie haben eine sichere Einnahmequelle dank der Vergütung nach dem EEG, die Ihnen auf 20 Jahre sicher ist. In den meisten Fällen bringt so eine Eigenverbrauchs-Regelung sogar noch mehr ein.

Unabhängigkeit

Der größte Vorteil der Photovoltaik ist die Rendite. Man ist unabhängig von Stromkonzernen und – preisen – der Strom kann nach Erzeugung direkt selber verbraucht werden. Der Betreiber spart sich für jede selbst verbrauchte Kilowattstunde Strom. Je höher der Strompreis ist, desto mehr lohnt sich auch die Photovoltaik.

Einfache Installation

Photovoltaik-Anlagen sind unkomplizierte Kleinkraftwerke, die sich jeder Bauherr auf dem Haus installieren und einrichten kann. Sie erhalten auch in sonnenarmen Zeiten Strom und zwar über das öffentliche Netz aus anderen Kraftwerken.

Wartungsarm, aber nicht wartungsfrei

Photovoltaikanlagen sind wartungsarm, aber nicht vollständig wartungsfrei. Wartungsfrei waren die Teile mal. Wie sich herausgestellt hat, waren die Anlagen nicht gegen Blitzschutz, Erdbeben und Feuer gesichert. Deswegen wird empfohlen, die Photovoltaikanlagen, besonders bei gewerblichen Gebäuden und in der Landwirtschaft regelmäßig zu warten. Neben der Wartung fallen dann auch noch Reinigungskosten an incl. Leistungsüberwachung.

Keine teuren Stromspeicherakkus

Weiterhin benötigen Sie keine teuren Stromspeicherakkus. Mit geringen Umwandlungsverlusten wird der erzeugte Solarstrom ins Netz eingespeist und kann dort vollständig genutzt werden. Der Strom wird im Gegensatz zu zentralen Kraftwerken aus Ihrem dezentralen Kleinkraftwerk von Ihrem Haushalt oder in ihrer Nähe verbraucht. Photovoltaikanlagen produzieren selbst bei bewölktem Himmel noch Strom. Man kann natürlich auch statt der Einspeisung ins Netz auf Akkus und Batterien zurückgreifen (wird nicht empfohlen).

CO2 Bilanz

Die Firma Linde will die C02 Bilanz verbessern, indem Fluor statt Stickstofftrifluorid bei der Reinigung der Prozesskammern von Dünnschicht Modulen eingesetzt wird. Innotech hat ein Solarmodul entwickelt, das aus Solarzellen besteht, die sich wieder aufbereiten. Das Modul ist größer als handelsübliche Module mit 60 Solarzellen und erzielt somit einen höheren Betrag. Für den gleichen Stromertrag müssen knapp 20 Prozent weniger Module installiert werden, so dass sich die Kosten für Aufständerung und Arbeitskräfte reduzieren. Monokristalline Zellen haben einen höheren C02 Ausstoß als polykristalline Zellen, deswegen sind diese besser geeignet. Dünnschichtzellen haben den niedrigsten C02 Ausstoß. Zudem haben wir in Deutschland zur Begrenzung des CO2 Austoßes den Emissionshandel. Wenn man durch Fördermaßnahmen für erneuerbare Energien zusätzlich Emissionen vermeidet, dann führt dies zu nichts, sondern nur dazu, dass sich die Emissionsmengen anders verteilen. Die Gesamtmenge der Emissionen sinkt allerdings nicht.

Nachteil an Solaranlagen

Der Nachteil an Solaranlagen ist unter anderem zukünftig, dass die Kürzung von 20-30 Prozent Subventionen bereits geplante Sache im Bundestag ist. So muss der Verbraucher mehr für die Solaranlagen aus eigener Tasche investieren, was sich eigentlich für den Besitzer von kleinen Dachanlagen nicht rechnet. Man will von der Regierung nur noch bis 52.000 Megawatt pro Photovoltaikanlage investieren. Wenn dieser Wert erreicht ist, sollen die Subventionen gekürzt werden.

Unternehmer und Privatleute werden in kürzester Zeit vermehrt in Solarmodule investieren. Dadurch könnten aber auch die Strompreise steigen: Die Menschen zahlen die Differenz zwischen dem am Markt erzielten Preis durch Solarstrom und den festen Fördersatz über den Strompreis mit.

Die Förderung von Solaranlagen steht seit Jahren in der Kritik: So fließen jährlich etwa sieben Milliarden Euro Subventionen vom Staat, der Solarstrom deckt aber nur etwa 4 Prozent des deutschen Verbrauchs ab.