Speicher für Solartechnik

27
Dez

Das Energieangebot der Sonne und die Möglichkeit Solartechnik zu nutzen, fällt nicht immer im Zeitrahmen mit dem Wärmebedarf für Heizung und Warmwasser zusammen. Solarspeicher können hier Abhilfe schaffen.

Es kommt meistens ein bivalenter Solar- oder Schichtenspeicher zum Einsatz wenn nur das Wasser für Bad und Küche mit Solarthermie erwärmt wird. Man rechnet pro Person mit ca. 50 Litern Warmwasserverbrauch pro Tag wofür man eine Solarkollektorfläche von 0,8 bis 1,5 Quadratmeter braucht, für einen Vierpersonenhaushalt würde man ca. 6 Quadratmeter benötigen. Die Solarkollektoren können auf jedem Dach untergebracht werden.

Die Wärme wird bei solarer Unterstützung der Heizung in einem Pufferspeicher aufbewahrt – Kombispeicher eignen sich für die Kombination von Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung. Man sollte sich bei der Wahl des Solarspeichers ruhig Zeit lassen bzw. das Gebäude gründlich analysieren:

Bivalenter Speicher, Schichtenspeicher

Bivalenter Speicher enthalten zwei Rohrschlangen, wobei eine durch die Sonnenenergie und die andere durch die Energie des Heizgeräts erwärmt wird. Somit vermeidet man die Vermischung von Warm- und Kaltwasser.

Bei den Schichtenspeichern wird grundsätzlich vermieden, dass es bei Befüllung und Entnahme zum Durchmischen der Wasserschichten kommt. Das Heizwasser wird bei diesen Speichern oben entnommen. Im oberen Bereich des Solarspeichers sollte das Speicherwasser die höchste Temperatur haben, um die Solarwärme auch optimal nutzen zu können. Das warme Wasser ist hinterher leichter als kaltes, das nach oben steigt – im Vergleich zu herkömmlichen Speichern wird die Effizienz zu gewöhnlichen gesteigert, was für die Schichtenspeicher spricht. Diese Speicherart ist größer dimensioniert als Trinkwasserspeicher, da diese der Heizungsunterstützung dient und neben den zwei Rohrschlangen auch Pufferspeicher enthält. Ein zusätzlicher kleiner Speicher wird für die Trinkwasserbereitung benötigt.

Kombispeicher

Diese Speicher bestehen aus zwei Speichern, wobei sich der kleinere Trinkwasserspeicher auch in dem Heizwasserspeicher befindet, auch als Tank in Tank System bekannt. Im oberen Bereich des Pufferspeichers befindet sich der Trinkwasserspeicher – dieser ist dann immer von warmen Heizwasser umgeben. Es kann anstatt dem Warmwasserspeicher auch eine Heizspirale integriert sein, die das Trinkwasser ähnlich wie ein Durchlauferhitzer im Durchfluss erhitzt.

Brennwertgerät mit Ladespeicher

Kompaktheizgeräte mit integriertem Ladespeicher können auch als Solarspeicher genutzt werden – dies ist besonders für Bauherren und Renovierer interessant, die aufgrund von Platzproblemen keine gewöhnlichen Speicher aufstellen können. Denn ein Trinkwasser-Ladespeicher bietet soviel Warmwasserkomfort wie ein zwei- oder dreifach größerer Schichtenspeicher. Für die Trink- und Warmwassererwärmung gibt es auch Brennwertgeräte mit solarfähigem Kombispeicher im Handel.