Flashliste

Flashliste einer Photovoltaikanlage

Beim Kauf einer Photovoltaikanlage, erhält der Käufer der Solarstromanlage in der Regel eine so genannte Flashliste. Auf der Flashliste sind die Leistungsdaten der Solarmodule eingetragen, die unter Standard-Testbedingungen gemessen bzw. berechnet wurden.
Besonders wichtig ist die Flashliste bei größeren Anlagen mit mehreren Wechselrichtern oder String Wechselrichtern. String ist die englische Bezeichnung für Strang und in der Photovoltaik steht String für mehrere in Reihe geschalteter Solarmodule bzw. Wechselrichter. Ein Solarmodul oder Photovoltaikmodul ist eine Zusammenschaltung mehrerer Solarzellen.
Falls es sich bei der Solaranlage um eine größere Anlage handelt, sollten die Photovoltaikmodule nach Leistung sortiert werden. Das schwächste Solarmodul gibt pro String die Leistung vor, weswegen die Sortierung der Module die Leistung der Solarstromanlage verbessern kann.

Anschluss einer Solaranlage

Anschluss einer Solaranlage

Solarpanels befestigungDie einzelnen Solarmodule einer modernen Photovoltaikanlage werden alle in Serie an den Wechselrichter der Solaranlage angeschlossen.
Das Pluskabel und das Massekabel, der in Serie angeschlossenen Photovoltaikmodule, werden mit dem Wechselrichter verbunden. Durch den Anschluss an die Solarmodule ist der Wechselrichter der Photovoltaikanlage betriebsbereit. Daraufhin muss das Kabel zum Hausnetz gelegt werden, damit der Haushalt günstigen Solarstrom beziehen kann. Für die Verbindung von Solaranlage und Hausnetz genügt in den meisten Fällen ein Wechselstromkabel mit relativ kleinem Querschnitt. Das Wechselstromkabel wird von der Photovoltaikanlage zur Verteilung des Hauses gelegt und dort angeschlossen, allerdings müssen auch noch ein so genannter Lasttrenner und ein Fehlerstromschutzschalter in die Verteilung eingebaut werden.
Das sind in der Regel die wichtigsten Arbeitsschritte bei der Installation einer Photovoltaikanlage. Der zuständige Energieversorger muss nur noch einen zweiten Zähler einbauen, der den erzeugten  Solarstrom der Solaranlage zählt und schon kann der umweltfreundliche Solarstrom fließen.

Stromgestehungskosten bei Solaranlagen

Stromgestehungskosten bei Solaranlagen

Stromgestehungskosten bei Solaranlagen (Solarstromanlagen, Photovoltaikanlagen) sind alle Kosten die anfallen, um die eine Energieform in eine andere umzuwandeln, also die Sonnenenergie in elektrischen Strom.
Wie bei anderen Stromerzeugern, wird bei Photovoltaikanlagen eine bestimmte Energieform in elektrischen Strom umgewandelt. Bei Solarstromanlagen ist das die Lichtenergie der Sonne, die als Solarstrom wieder entnommen werden kann. Die Energie geht laut Energieerhaltungssatz niemals verloren, sondern wechselt nur die Form, allerdings kann wegen des Wirkungsgrads aller Generatoren, immer nur ein Teil der Energie in die gewünschte andere Energieform umgewandelt werden. Ein gewisser Prozentsatz tritt immer als so genannte Verlustenergie auf.
Die Investitionen, die in eine Solaranlage getätigt werden müssen bis der Strom geliefert werden kann, werden als Stromgestehungskosten bezeichnet.
Bei Photovoltaikanlagen wird Strahlungsenergie in Solarstrom umgewandelt, andere Metohden um elektrischen Strom zu erzeugen sind zum Beispiel mittels Wärmeenergie, durch Kohle, Öl, Holz oder Biomasse sowie die Nutzung von Bewegungsenergie, wie bei Windrädern und Wasserkraftwerken. Die, energetische betrachtet, unwirtschaftlichste Energie ist die Kernenergie, die durch Kernspaltung bzw. Kernfusion erzeugt wird. Die Kernenergie ist so unsagbar sinnlos, da die Kernkraftwerke nur vergleichsweise kurz Strom liefern, der verstrahlte Abfall aber noch Millionen von Jahren (energie-)aufwendig gelagert werden muss.
Die Stromgestehungskosten bei Solaranlagen setzen sich zusammen aus den Kosten der Produktion der Komponenten der Anlage und den Betriebskosten. Zu den Betriebskosten zählen beispielsweise Versicherung und Wartungsverträge. Alle anfallenden Kosten können anschließend mir den Einnahmen verrechnet werden.

Dach undicht?

Dach durch Photovoltaikanlage undicht?

Solaranlagen statt DachziegelnVor dem Kauf einer Photovoltaikanlage stellen sich viele die Frage, ob ein Dach undicht durch die Montage der Solarmodule undicht werden kann.
Die Frage kann eindeutig verneint werden, denn bei einem Pfannendach werden die Pfannen nicht beschädigt. Die Dachhaken für die Solaranlage werden lediglich auf den Dachsparren aufgeschraubt und ragen unter den Dachpfannen hervor, doch die Photovoltaikanlage kann einfach wieder abgeschraubt werden ohne das Dach in seiner Funktion zu beeinträchtigen.
Auch ein Flachdach bleibt dicht, denn die Gestelle der Solaranlage werden auf einer Gummimatte auf das Dach gestellt und anschließend mit Ballast gegen Windlasten geschützt. Als Ballast werden beispielsweise Betonplatten mit 50 bis 100 Kilogramm verwendet.

Lebensdauer einer Solaranlage

Lebensdauer einer Solaranlage

Oftmals kommt die Frage auf, wie hoch die Lebensdauer einer Photovoltaikanlage ist.
Die Lebenserwartung einer Solaranlage beträgt über 30 Jahre und die Solarzellen in den Solarmodulen arbeiten sogar theoretisch unbegrenzt.
Die Solarzellen sind in der Regel in Kunstharz gegossen sowie durch Sicherheitsglas und resistente Folie versiegelt. Die Produzenten der Solarmodule geben in den meisten Fällen eine Leistungsgarantie für die Module von 25 Jahren, wobei diese Leistungsgarantie für eine Mindestleistung von zumindest 90 Prozent der Mindestleistung im Datenblatt der Solaranlage bürgt.

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Solaranlage, Photovoltaikanlage, Solarzellen, Solarmodule, Lebensdauer, Lebenserwartung, Leistungsgarantie, Datenblatt

Temperatur der Solarmodule

Temperatur der Solarmodule

Silizium-Solarmodule haben wegen der physikalischen Gesetzmäßigkeiten ein temperaturabhängiges Spannungsverhalten, was bedeutet, dass die Spannung, die von der Photovoltaikanlage bereitgestellt wird, bei steigender Temperatur sinkt. Dieser Effekt tritt auf, da die Elektronen durch die Wärmeenergie beeinflusst werden und dadurch ein Leistungsverlust auftritt. Aus diesem Grund erreichen Solaranlagen im Sommer auch nur ungefähr 80 Prozent der Nennleistung aus dem Datenblatt.

Photovoltaikanlagen auf dem Dach

Photovoltaikanlagen auf dem Dach

Entscheidet sich der Besitzer eines Hauses dazu eine Photovoltaikanlage auf dem Dach zu montieren, um günstigen Solarstrom beziehen zu können, muss er einige Aspekte dabei berücksichtigen.
Ob sich ein herkömmliches Dach für die Installation einer Photovoltaikanlage eignet hängt zum Beispiel von der Ausrichtung, der Umgebung und der Neigung des Daches ab. Die Ausrichtung der Stelle, an der die Solaranlage angebracht wird, sollte von Süd-Ost bis Süd-West sein. Das Dach darf natürlich nicht im Schatten eines anderen Gebäudes oder von Bäumen liegen und die Neigung des Daches sollte zwischen 10 und 60 Grad betragen. Ob ein Schatten auf dem Dach liegt ist allerdings nur im Frühjahr, Sommer und Herbst von Bedeutung. Im Winter ist der Schatten, der auf der Photovoltaikanlage liegt, zu vernachlässigen, da hier nur ein Bruchteil des Jahresertrags der Solaranlage produziert wird. Im restlichen Teil des Jahres sollte hingegen kein Schatten die Solarmodule von der Sonne abschirmen.
Bei einem Flachdach hingegen spielt nur der Schatten eine Rolle, da die Solarmodule auf einzelnen Aluminium-Blechkonsolen auf das Flachdach gestellt, um die gewünschte Ausrichtung und Neigung zu erzielen. Die Ausrichtung für die Solaranlage wird in der Regel Richtung Süden gewählt, bei einer Neigung der Solarmodule von 30 Grad.
Bei einer senkrechten Montage der Photovoltaikanlage an einer Fassade liegt der Ertrag ungefähr ein Viertel  niedriger, als bei der Montage auf einem geeigneten Dach.

Kauf einer Solarthermieanlage

Kauf einer Solarthermieanlage

Vor dem Kauf einer Solarthermieanlage sollten verschiedene Überlegungen zu der Beschaffenheit der Solarthermieanlage angestellt werden.
Es kann zum Beispiel die Investition in eine Solarthermieanlage mit Heizungsunterstützung der Investition in eine Solarthermieanlage ohne Heizungsunterstützung gegenübergestellt werden. Je nach den gegebenen Rahmenbedingungen können sich die Kosten für eine Solarthermieanlage mit Heizungsunterstützung schnell ammortisieren oder es kann auch sinnvoll sein, in andere Lösungen zu investieren.
Eine Solarthermieanlage gleich welcher Bauart, stellt in jedem Fall eine Wertsteigerung für das betreffende Haus dar, da sich die Energiebilanz des Gebäudes durch die Solarthermieanlage automatisch verbessert.

Bezeichnungen in der Photovoltaik

Bezeichnungen in der Photovoltaik

In der Photovoltaik werden häufig spezielle Bezeichnungen verwendet, wie zum Beispiel Inselanlage, Laminat, Hot Spot oder Zentralwechselrichter.

Inselanlage
Als Inselanlage werden Photovoltaikanlagen bezeichnet, die nicht an ein öffentliches Netz angeschlossen sind. In der Regel wird bei diesen Inselanlagen der produzierte Strom in Akkumulatoren gespeichert oder direkt verwendet. Nach heutigem Stand der Technik ist der Einsatz einer Inselanlage nur sinnvoll, wenn kein Netz vorhanden ist, an das die Solaranlage angeschlossen werden könnte, da das speichern der Solarenergie in Akkus noch aufwändig und kostenintensiv ist.

Laminat
Laminat wird die vergossene Rückseite der Solarmodule genannt. Das Laminat der Photovoltaikmodule verhindert, dass Feuchtigkeit oder Staub in die Solarzellen eindringen kann. In den meisten Fällen wird Kunstharz als Werkstoff für das Laminat der Solarmodule verwendet.

Hot Spot
Durch Schatten, der ungünstig auf der Solaranlage liegt, können so genannte Hot Spots entstehen, wodurch sich die einzelne Solarzellen oder Solarmodule zu stark erhitzen und zerstört werden könnten. Die Entstehung von Hot Spots in der Photovoltaikanlage kann durch parallel geschaltete Bypass-Dioden oder Freilaufdioden verhindert werden. Einzelne Solarzellen können sich, wenn Schatten darauf fällt, wie ein ohmscher Widerstand verhalten und die Zellen zerstören.

Zentralwechselrichter
Zentralwechselrichter für Solarstromanlagen sind große Inverter. Zentralwechselrichter kommen in den meisten Fällen bei großen Photovoltaikanlagen zum Einsatz und vielfach werden sie auch in Solarparks verwendet. Zentralwechselrichter verfügen normalerweise über eine dreiphasige Einspeisung. Auf dem Markt werden allerdings auch kleinere Zentralwechselrichter angeboten, die auch bei kleiner dimensionierten Solaranlagen eingesetzt werden können. Nachteil der kleinen Wechselrichter ist die unter Umständen einphasige Einspeisung und die daraus resultierenden unsymmetrischen Werte.

Solarthermieanlage

Solarthermieanlage

Es gibt zwei Bereiche der Wasserversorgung, die mit einer Solarthermieanlage hauptsächlich abgedeckt werden.
Zum einen ist das das Warmwasser, das aus dem Wasserhahn entnommen werden kann, das so genannte Trinkwarmwasser und zum anderen ist das das Wasser, das zur Heizungsunterstützung verwendet wird, das so genannte Brauchwarmwasser.

Eine herkömmliche Solarthermieanlage besteht in der Regel aus lediglich zwei bis drei Kollektoren pro Haushalt, doch für eine Solarthermieanlage mit sinnvoller Heizungsunterstützung benötigt man in den meisten Fällen allerdings mindestens acht Kollektoren pro Haushalt. Es spielt dabei natürlich auch immer eine entscheidende Rolle, welches Heizungssystem in Verbindung mit der Solarthermieanlage genutzt wird. Mit dieser Anzahl an Kollektoren ist man als Hausbesitzer meistens in der Lage die Heizung mit genügend warmen Brauchwasser aus der Solarthermieanlage zu unterstützen, wenn das Wetter die nötigen Voraussetzungen dafür schafft.